Latein zum Lachen
„Latein ist tot“ heißt es immer wieder – doch der Ausflug am 10.07. nach Asperg ins Glasperlenspiel sollte den Lateinschülerinnen und -schülern der Klassenstufen 5 – 7 schnell das Gegenteil beweisen: Sie hatten nämlich dort, ebenso wie die Schülerinnen und Schüler des Friedrich-List-Gymnasiums, die Gelegenheit, das Bühnenprogramm „Latein zum Lachen“ von Björn Puscha kennenzulernen, der sehr schnell bewies, wie lebendig die alte Sprache doch immer noch ist!
Mit zahlreichen lustigen Anekdoten, insbesondere aus seiner eigenen Schulzeit holte der Kabarettist die Schülerinnen und Schüler gleich ab und schuf so viele Anknüpfungspunkte an die eigene Unterrichtserfahrungen. Durch die direkte Einbindung des Publikums – etwa beim Erraten lateinischer Vokabeln oder dem Erfragen ihrer Meinung zu den klassischen Elternfragen nach der Beendigung eines Schulalltags – entstand von Anfang an eine lockere und gelöste Atmosphäre. Je weiter die Vorführung voranschritt, desto mehr ging es um konkrete Erlebnisse im alten Rom der Antike, genauer gesagt um das Jahr 44 vor Christus, in welchem Caesar von seinen Rächern ermordet wurde. Mit großem stimmlichen Einsatz – von laut schreiend über hoch und quickend bis hin zu flüsternd – wirbelte der Künstler über die Bühne, wechselte im Handumdrehen Rollen und Perspektiven und ließ die Kinder beinahe vergessen, dass doch nur eine einzige Person auf der Bühne stand.
Die Schülerinnen und Schüler waren sehr zufrieden mit der Vorstellung und sehr interessiert daran, im Anschluss viele Fragen zu seiner Performance und der Entstehung des Stückes stellen zu können.
Text: J. Kukuk