Studienfahrtbericht Sorrent 19-25.7.2025
18:00 Uhr sollte es losgehen. Nachdem sich die Schülerschaft im Bus platziert hatte und bereits vor Aufregung platzte, verließen wir Ludwigsburg mit Enthusiasmus gen Süden. Zunächst verlief alles wie am Schnürchen: heitere Stimmung, Urlaubsmusik, muntere Gespräche und exotische Mitbringsel wie spielerische Anhänger. Doch die Stimmung begann zu kippen, als wir die italienische Grenze passierten. Schließlich kamen wir unter akutem Schlafmangel leidend am Mittag des zweiten Tages in Sorrent an.
Endlich konnten die Schüler*innen sich endlich in den Bungalows niederlassen. Nach einer kleinen Stärkung mit Pasta statteten sich die Schüler*innen für einen Besuch am Strand aus und traten dieses langersehnte Ereignis an. Zum Glück war das Meer nicht so salzig wie das zuvor verspeiste Essen. Als sie sich an den Strand begaben, waren die Schüler gefesselt vom wunderschönen Anblick des Meeres, den sie auch von den Bungalows genießen konnten. Nachdem der Abend entspannt ausklang, ging es am nächsten Tag auf nach Pompeji. Im Auftrag der Lehrkräfte durfte die Gruppe von zuvor selbst vorbereiteten Vorträgen profitieren.
Die durch den Vesuvausbruch 79 n. Chr. erstaunlich gut erhaltene Stadt gab einen interessanten Einblick in die antike Welt der Römer. Im Anschluss folgte die Besteigung des weltberüchtigten Vesuvs. Dank eines professionellen Guides hatten wir das Glück, bis zum Krater wandern zu können und einen Blick in das Innere des Vesuvs zu werfen. Der Guide zeichnete sich durch seine charmante und intellektuelle Art aus und beantwortete unsere Fragen mit großer Freude. Die Anstrengung der Wanderung wurde schließlich durch einen unglaublich überwältigenden Ausblick vom Gipfel des Vulkans ausgezahlt.
Der Mittwoch wurde mit einer Überraschungsparty für Elisa begonnen, die 18 geworden ist. Um 12 Uhr nachts versammelte sich die gesamte Gruppe der Studienfahrt vor dem Bungalow und gratulierte ihr zum Geburtstag. Danach ging es ins Bett, bis es am nächsten Morgen um 7.45 Uhr mit dem Bus weiterging zum Startpunkt der Götterwanderung. Diese geht 10 km an der Amalfiküste entlang und endet dann schließlich im Küstenstädtchen Positano. Der Wanderweg bietet großartige Aussichten über verschiedene Höhenmeter und ein tolles Panorama vom offenen Meer und der Küste. Eine Überraschung für die meisten waren die vielen Tiere die sich am Weg entlang tummelten, von Ziegen bis Hunde war alles dabei. Maultiere und Katzen wurden auch gesichtet und sorgten für Begeisterung. Außerdem war die Wanderung gefüllt von aufschlussreichen Gesprächen und geprägt von einer guten Gemeinschaft. Als dann schließlich auch die letzte Gruppe am Pausen-Treffpunkt eintrudelte, belohnten sich viele mit einem frischen Zitronen-Slushi am Lemon-Point. Während wir uns im Schatten ausruhten, gab es noch einige Referate zur Amalfi-Küste selbst sowie zur Flora und Fauna der Gegend. Anschließend ging es weiter, tausende von Treppenstufen herunter, um an den Strand von Positano zu gelangen. Dort konnte man baden, Souvenirs kaufen und sich mit Eis oder einem Getränk erfrischen. Erschöpft von der langen Wanderung und der überfüllten Touristenstadt versammelten wir uns alle um 16.30 Uhr an dem kleinen Hafen um dann 16.55 Uhr die Fähre zurück nach Sorrent zu nehmen. Dort liefen wir dann mit zügigem Tempo zum Bahnhof um dort den Zug mach Meta zu nehmen. Als wir dann an der Unterkunft ankamen, gab es Abendessen und zum krönenden Abschluss ging es dann noch runter ans Meer, um sich bei Sonnenuntergang abzukühlen.
Den Donnerstag gingen wir dann etwas gelassener an, mit Frühstück um 8 Uhr und etwas mehr Schlaf ging es für uns um 9 Uhr dann mit dem Zug nach Neapel. Als wir dort ankamen, wurden erstmal die Referate zur neapolitanischen Mafia (Codewort: Roulade) gehalten. Anschließend gingen wir den Duomo di Napoli anschauen. Dort wurde dann ein Referat über die napoleonische Küche gehalten. Danach durften wir selbstständig die Stadt erkunden. Wir nutzten diese Zeit, um neapolitanisches Essen zu probieren und zu shoppen. Auch Souvenirs für die Familie wurden besorgt. Manche entschlossen sich auch dazu mit den Lehrkräften ins archäologische Nationalmuseum zu gehen, allerdings war dies keine Pflicht. Um 16.10 Uhr fanden wir uns dann alle wieder am Bahnhof ein, um den Zug zurück nach Meta zu nehmen, wo es dann nach einer kurzen Pause um 19 Uhr Abendessen gab.
Am Freitag war dann wieder früheres Aufstehen angesagt, da wir uns bereits um 8 Uhr auf den Weg nach Capri machten. Am Hafen angekommen, liefen wir viele, steile Treppen hinauf ins Stadtzentrum und pausierten recht lange, um uns von dem anstrengenden Marsch zu erholen. Anschließend machten wir einen kleinen Spaziergang zum Arco Naturale, einer wunderschönen Felsformation an der Küste. Daraufhin wurde die große Gruppe zweigeteilt, eine Gruppe spazierte zur Villa Jovis, der Rest hatte Zeit zur freien Verfügung. Diese ehemalige Unterkunft des Kaisers Tiberius gab uns die Gelegenheit, weitere Anknüpfpunkte zum Fach Latein zu vertiefen. Anschließend durften sich die Schüler frei in der Stadt bewegen und sich an den Strand begeben. Zur Feier des Tages spendierten uns die Lehrkräfte noch ein Eis, welches wir uns schmecken ließen. Danach traten wir im Anschluss ein letztes Mal den Weg zurück zu unserer Unterkunft an und wurden dort direkt mit Abendessen empfangen. Wie auch die Tage davor, setzten wir unsere Gewohnheit fort und begaben uns zum Strand, um die Studienfahrt ausklingen zu lassen.
Am nächsten Tag stand außer Packen nur noch die Abfahrt auf dem Programm, welche wir über Nacht gut bewerkstelligen konnten.
Text: Gemeinschaftsprodukt der Studienfahrtsgruppe
Bearbeitet: J. Kukuk
Fotos: T. Gulden



