Goethe-Jazzbands trotzen Wind und Wetter
Der Plan war einfach und gut: „Jazz im Hof“ mit der Junior Bigband und der Bigband des GGL. Die Regenwahrscheinlichkeit für Donnerstag, 16. Juli, lag je nach Wetter-App bei 20 – 50 %. Technik, Bestuhlung und Bewirtung wurden dementsprechend unter den Arkaden bzw. unter den Bäumen davor aufgebaut.
Um 19.30 Uhr begann dann die Junior Bigband mit ihrem Set. Als aber nach „Living in America“ und „Billie Jean“ die ersten Böen die Notenblätter durcheinanderwirbelten, war auch dem letzten Optimisten klar, dass man sehr zügig von Plan A zu Plan B wechseln musste. Aus potenziellen 50 % Wahrscheinlichkeit waren sehr schnell reale 150 % Regen geworden.
Noch schneller als der Wetterumschwung war nur noch das Technikteam, das mit Hilfe vieler helfender Hände das gesamte Equipment binnen kürzester Zeit vom Hof in den Musiksaal umbaute. Dass der Abend aufgrund der Verzögerung dann lang wurde, störte niemanden wirklich, weil alle Jazz-Freunde vor und nach dem Umbau auf ihre Kosten kamen.
Die Junior Jazzband überzeugte auch weiterhin. Insbesondere Fabian Dürr als Gesangssolist bei „Let’s get loud“ und „Seven Nation Army“ ließ mit Temperament und Präsenz aufhorchen. Die Bigband setzte den launigen wie launischen Abend gewohnt souverän mit dem „Rocky“-Filmsong „Gonna fly now“ fort und raffte die vorgesehene Pause zu einer kurzen „Hydration Break“. Neben Jazz-Evergreens, die man immer wieder gerne hört, gab es neue Titel wie das anspruchsvolle Arrangement der „Mario Kart“-Titelmusik. Highlight des Abends war wohl die mit einem endlosen Schlagzeug-Solo von Matthias Holle einsetzende „Brass Machine“. Am Ende des Abends musste sich Bandleader Claudius Heinzelmann von 11 Abiturientinnen und Abiturienten verabschieden, vereinte sie aber noch einmal klanglich zur Zugabe „Fantasy“.
Text: B. Vennefrohne
Fotos: C. Mühlhuber




